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Wochenrückblick

Hallo meine Lieben.

Das war sie, die Kalenderwoche 24 nach meinem gefühlten hundertsten Neustart. Aber es lief und mir noch aus unerklärlichen Gründen super gut. Ich habe mir ein Defizit gesetzt mit dem ich um die 7000 Kilokalorien einsparen, das entspricht genau einem Kilogramm Fett. Desweiteren achte ich stets darauf mehr als 2 Liter reines Wasser zu trinken.

Montags war ich noch so auf dem Trip „ach komm‘, machste morgen“ wie es halt immer so ist mit dem abnehmen. Alles auf morgen zu verschieben, das fällt mir wahnsinnig leicht. 🙄

Scheint aber so, als wäre es ab Dienstag wie von allein gelaufen. Ich stand auf und mir war irgendwie klar, heute gehts los. Heute starte ich wieder durch und ich hab fein säuberlich mein Essen getrackt und mir morgens schon Gedanken gemacht was ich zum Beispiel abends mit zur Arbeit nehme. Und siehe da, es hat super geklappt.

Ich habe auf nichts verzichtet, Eis und Süßigkeiten sind dennoch in meinen Magen gelandet  😀 Aber ! Ich habe es halt alles mit einberechnet und da liegt  eben der Punkt. Man kann alles essen.

Die Menge macht das Gift ☝🏼

Im Laufe der Woche habe ich natürlich mal den Gang auf die Waage gewagt um zu gucken ob ich den richtigen Weg einschlage. 😊 Scheint funktioniert zu haben. So habe ich meinen Plan  für den Rest der Woche beibehalten und die Waage zeigte am Montag -2,01 KG an ! Yeah !

Mein Defizit sah wie folgt aus:

Aufgenommene Kalorien  Verbrannte Kalorien
Montag 0 0
Dienstag 1920 4147
Mittwoch 1999 3808
Donnerstag 2012 3885
Freitag 1900 4169
Samstag 2353 3739
Sonntag 2244 3852
= 12428 = 21672
= – 9247

 

Macht ein sattes Wochendefizit von 9247 kCal. ! 💪🏻

Zugegeben, ein weiterer Anstoß für die Abnahme war auch die Gründung einer WhatsApp Gruppe mit zwei Kolleginnen und meiner Mama, wer am Ende einer Woche prozentual weniger abgenommen hat. Muss 2 Euro in die Kasse werfen  😜  und wenn wir nach einem Jahr genug zusammen haben, gehen wir alles essen. ( Fressen und alles verlorene wieder rauf  😅 ) Nee Spaß.

 

Drückt mir die Daumen.

 

Nächste Woche folgt der Nächste Rückblick !

Fotos lügen nicht

Immer wenn ich vorm Spiegel stehe, ist das, was ich sehe, gar nicht so schlimm. Und mal ganz ehrlich, ich seh‘ doch dass das alles ganz normal ausschaut, mein Spiegel zeigt mich doch so, wie ich bin.

Dachte ich immer

Zugegeben, es gibt durchaus auch Phasen, in denen sich ein dicker Mensch schön findet, aber immer nur dann, wenn man sich vorm Spiegel zu Hause sieht. Und dann fängt es an, dass man ein komplett falsches Bild seiner eigenen Person bekommt.

Falten und Speckröllchen sieht man schon lange nicht mehr im Spiegelbild. Man sieht doch ganz normal aus-denkt man sich, bis zu dem Punkt, an dem man z.B. einkaufen/shoppen ist und auch mal an andere Spiegel dran vorbei läuft. Dann erkennt man plötzlich auch mal hier und da ein paar Röllchen-ja. Aber das Bild hat man, wenn man später vorm eigenen Spiegel steht, natürlich wieder vergessen.

Wir waren vor 2 Wochen im Urlaub, klar-auch da waren im Fahrstuhl Spiegel, und die bestärkten mein Denken, dass ich doch gar nicht so dick sei. Denn auch dort sah ich wie zu Hause, schön „schlank“ aus.

Mein Freund machte Bilder von mir-unbemerkt. Bis zum dem Tag, als ich die Bilder gesehen habe, ich dachte ich falle um. Wie kann man bitte so viel Fett übersehen, wie kann man nur mit so viel Gewicht denken, man sei normal gebaut. Ich versteh es nicht.

Eigentlich sollte einem, auch wenn der Spiegel zu lügen scheint, wissen und vorallem merken, dass man dick ist. Ich denke dabei nicht  nur an die täglichen Probleme die man so als adipöser Mensch hat, sondern mit merken meinte ich gerade auch, die Blicke der Anderen. Sie ziehen einen schon förmlich aus, so als wollten die Leute einen sagen, „guck dich an“ !

Aber aus mir erklärlichen Gründen vergisst man sowas schnell zu Hause, scheinbar weil man sich dort wohl fühlt und nicht verstecken muss, weil man da leben darf, so wie die normal gebauten Menschen auch.

Ich wünschte mir, ich könnte mal einen Tag als dünner Mensch durch die Welt spazieren, nur um zu fühlen und zu wissen, wie das so ist, unbefangen leben zu dürfen.

Aber wer weiß, eines Tages werde ich diese Erfahrung auch machen und das Leben ohne die Blicke der Anderen genießen.
In diesem Sinne 🙋🏼

(Foto von car eone.de)

Die bittere Wahrheit

Irgendwann, da kommt der Punkt, an dem man zu sich ehrlich sein muss.

Ich habe letztes Jahr 40 Kilogramm abgenommen, alles lief super, bis zum November. Wissend dass man in Berlin schlecht eine Wohnung  bekommt, habe ich meine 1 Raum gekündigt um mit meinem Freund endlich zusammen zu ziehen. Den ersten Monat ohne Zusagen habe ich ja noch gut verkraftet, aber als wir 2 Wochen vor errechnetem Wohnungsabgabetermin immer noch keine Wohnung hatten, hab ich einfach aufgeben und ohne Sinn und verstand wieder gegessen. Mir war es schlicht und einfach egal Was und wieviel ich esse, für mich stand nur die Wohnungsfindung im Vordergrund, und so passierte es eben dass ich innerhalb von 3 Monaten um die 15 Kilo wieder zugenommen habe.

Aber es schmeckt ja so gut

Viele kennen das sicherlich, wenn’s schmeckt, isst man eben noch eine Portion. Aber bei einem Übergewichtigen Menschen gibt es irgendwann kein Sättigungsgefühl mehr,  da ist das Auge eben größer als der Magen, und wenn dieser sagt, „ich bin satt“ na‘ dann wird eben trotzdem weiter gegessen, wär‘ doch zu Schade um die Lebensmittel. Und so geht das Tag ein und Tag aus, man hat immer den innerlichen Drang sich etwas in den Mund zu stecken. Und ja das ist eine Sucht. Andere sind nach Alkohol süchtig und manche nach Essen und nein, sowas sucht man sich nicht selbst aus, sowas macht man nicht freiwillig und so kam es, dass mal eben die nächsten 15 Kilo wieder auf die Hüften kamen. Durch ständiges Essen, mal hier und mal da ein Riegel, ach die Scheibe Wurst geht auch noch und das Stück Käse muss doch nicht weggeworfen werden.

30 Kilo Zunahme innerhalb von 8 Monaten hab ich dann mal eben erfolgreich geschafft…

Sätze wie “ dann iss eben weniger“ hängen einem zu den Ohren raus, da frage ich mich  manchmal,  meinen die Leute wirklich, wenn es so einfach wäre, würde man das nicht längst machen ? Meinen die Menschen wirklich man sucht sich sowas freiwillig aus ? Meinen die wirklich ich stehe vor dem Spiegel und denke mir “ wow, ich bin so schön fett, dass muss ich unbedingt so belassen“ ?

Das Schlimmste an all dem ist  nicht, dass ich wieder von Vorne anfangen muss, sondern dass ich mich wieder den Blicken der Gesellschaft aussetze und man sich regelrecht verstecken muss, weil „dick sein“ heute nicht als normal gilt. Weil man angeguckt wird wenn man einkaufen geht, als dürfte man nichts essen ! Manchmal guckt man schon an welcher Kasse man sich anstellt und checkt vorher ab, welche Leute da stehen und was die über mein Inhalt im Einkaufswagen denken könnten. Manchmal verbietet man sich nach einem heißen Nachmittag ein Eis, weil Dicke sowas nicht essen dürfen ! Und am Schlimmsten daran ist, das die pöbelnden Leute meist nicht die Jugendlichen sind, sondern die älteren Menschen ab ü45 …  Diese Blicke, man hält es nicht aus, frustriert darüber frisst man eben wieder, ich will nicht sagen dass andere Schuld daran sind, dass man dick ist, aber ich will damit sagen, dass andere Mitmenschen es mit ihren Kommentaren nicht  besser machen.

Die Menschen müssen doch mal verstehen dass man krank ist, dass man sich den Scheiss nicht aussucht, das wäre das selbe zu einem Tourettkranken zu sagen, er solle doch einfach still sitzen bleiben, es wäre doch für die anderen auch einfach,  nicht zu zappeln. Und das gleiche gilt für Adipöse Menschen, da bringt es auch nichts zu sagen “ oh Gott du bist so fett, friss doch weniger“.

Ein Adipöser Mensch muss allein aus seinen Fehlern lernen und merken dass das, was er macht, sich und seinem Körper nicht gut tut. Da hilft kein Medikament um die Esssucht oder das ständige Verlangen nach Essen zu stoppen.

Wisst ihr, dicke Menschen möchten auch gern mal im Sommer ins Schwimmbad oder an den See, aber man schämt sich so sehr, dass man lieber zu Hause sitzt und schwitzt. Ich kann super überspielen dass ich sowas nicht mag oder keine Lust habe auf Abkühlung. Aber ja verdammt, ich will bei 30 Grad und mehr auch ins Schwimmbad oder an den See, aber ich  schäme mich und trau mich nicht. Und das geht nicht nur mir, sondern sehr vielen übergewichtigen Menschen so. Man hat Angst vor den Kommentaren der dünnen Menschen, man hat Angst von Ihnen und ihren ekligen Blicken, die wiederum manchmal ekliger sind, als mein Fett am Körper.

Mir tut es auch Leid, dass eben im Sommer nicht mit meiner Familie oder meinen Freunden in die Eisdiele gehen kann/will. Aber ebenso macht es mich sauer, mich so einschränken zu müssen, ja ich schreibe müssen, weil ich eingeschüchtert bin von den Kommentaren die ich jahrelang zu hören bekommen habe, die Leute denken ja auch ,man ist doof und merkt die Blicke oder Sprüche nicht. Aber lasst euch eins gesagt sein, ich bin zwar dick aber taub und blind noch lange nicht.

 

Ich habe heute einen Neustart gewagt, und hoffe, dass ich kontrolliert wieder abnehme ohne irgendwann wieder so stark zuzunehmen.

Das ist mein größter Wunsch.

Kathleen

 

Reset !

Es gibt nichts neues, es läuft einfach nicht, ich habe das Gefühl, dass man sich endlos im Kreis dreht, fast so, als würde man gezwungen werden, Essen in sich hineinzustopfen, manchmal kommt so ein Gedankenblitz wenn man Abends im Bett liegt, der einem klar macht, was man sich und seinem Körper eigentlich antut, wenn man sich dauerhaft irgendwelchen Schrott reinzieht. Und im gleichen Moment erwischt man sich wieder dabei, wie man in die Chipstüte greift, manchmal da will man etwas so sehr, aber man verzweifelt regelrecht an seinen eigenen Grenzen.

Man nimmt sich Tag für Tag vor, es am nächsten Tag besser zu  machen und schon beim aufstehen merkt man dann, dass man sein Vorhaben wieder über Board wirft und es auf *morgen* verschiebt. Weil es ja heute wieder 10 Gründe gibt, die einem am anfangen hindern.

Manchmal frage ich mich wie das alles weiter gehen soll. 1000 mal denkt man daran wies wär dünn zu sein, 1000 x scheitert man am „Anfang“.

Am allermeisten stört mich daran, was ich nicht nur mir, sondern auch meinem Freund damit antu‘, zugegeben ,er schimpft nicht oder macht mir Vorwürfe, er nimmt alles hin und drängt  mich nicht zu irgendetwas. Ja das ist ein Segen, wenn man so einen Partner hat, aber hat er es nicht auch verdient, dass man etwas für ihn macht ? Dass man an sich arbeitet und mal vom Essen los kommt.

Das klingt zwar so, als würde ich nur für  meinen Partner abnehmen wollen, dem ist aber nicht so, klar ist das ein großer Punkt der da auch zu zählt, wenn nicht sogar eines der 3 Wichtigsten für mich.

Ich muss es schaffen, endlich wieder den Anfang zu finden, für mich, für meinen Freund, für meine Gesundheit.

Ich greife nochmals an, ein kompletter Neustart. Nicht morgen, nicht übermorgen, jetzt-sofort !

Was hab ich schon zu verlieren.

Wer will, der kann.

 

Neustart

ich bin erleichtert, wirklich. Heute war es das erste mal so, dass ich emotional richtig losgelassen habe und das nicht vor meinem Freund (das mach ich auch, aber heute hatte er eigentlich nichts damit zu tun) sondern vor meinem Trainer. Wir hatten die ganze Woche schon geplant zum Sport zu gehen und heute war Tag X nach fast 3 Monaten, im Auto sagte ich meinem Freund schon dass ich mich sehr schäme, nicht weil ich dick bin (das aber auch :D) sondern ich schäme mich nach 3 Monaten wieder ins Gym zu spazieren und nicht mich viel weniger auf der Waage sondern mit wesentlich mehr.  Leute, das sind nicht wie immer gedacht 17 Kilo mehr, sondern einfach mal 21,7 KG.  Das ist also der Stand, ich ging mit rund 21 Kilogramm mehr ins Gym als ich im November rausgegangen bin.

Im Studio angekommen habe ich nach meinen Trainer Ausschau gehalten, nach einer Weile sah ich ihn auch und er sah mir sofort an, dass etwas nicht stimmte. Ich brachte vielleicht nur 5 Worte raus und fing sofort an zu weinen, weil ich so enttäuscht von mir selbst war, dass ich es wieder zugelassen habe ohne Sinn und Verstand zu essen.  Ohne das als Entschuldigung zu nehmen, erklärte ich ihm, weshalb ich so viel und unkontrolliert gegessen habe. Und das liebe ich an Ihn, er gab mir den Halt in dem Moment und machte mir Mut wieder richtig durchzustarten. Ich war super erleichtert.

Er erklärte mir auch, dass es normal sei, in Stresssituationen zuzunehmen, denn er Körper schreit dann förmlich nach Zucker und speichert alles ab, was er an Kohlenhydraten bekommt.

Das erste Training lief auch gut, ich bin beim Krafttraining mit den Gewichten an jedem Gerät auf raten meines Trainers um die 2 Kilo runtergegangen, brauchte ich auch, ich fühlte mich definitiv nicht so „stark“ wie vor 3 Monaten.

Am Dienstag habe ich einen Termin bei Ihm: Ernährungsberatung. Desweiteren steht für das Wochenende eine Entschlackungskur an. Ich solle meinen Körper mal auf Reset stellen und werde somit am Samstag und Sonntag aussschließlich nur Gemüsesuppe essen.

Das nächste Training ist am Samstag und ich habe mir vorgenommen, bis zum Urlaub ( 25. Mai) mindestens 15 Kilo abzunehmen.

🙋🏼 Kathleen