Wochenrückblick

Hallo meine Lieben.

Das war sie, die Kalenderwoche 24 nach meinem gefühlten hundertsten Neustart. Aber es lief und mir noch aus unerklärlichen Gründen super gut. Ich habe mir ein Defizit gesetzt mit dem ich um die 7000 Kilokalorien einsparen, das entspricht genau einem Kilogramm Fett. Desweiteren achte ich stets darauf mehr als 2 Liter reines Wasser zu trinken.

Montags war ich noch so auf dem Trip „ach komm‘, machste morgen“ wie es halt immer so ist mit dem abnehmen. Alles auf morgen zu verschieben, das fällt mir wahnsinnig leicht. 🙄

Scheint aber so, als wäre es ab Dienstag wie von allein gelaufen. Ich stand auf und mir war irgendwie klar, heute gehts los. Heute starte ich wieder durch und ich hab fein säuberlich mein Essen getrackt und mir morgens schon Gedanken gemacht was ich zum Beispiel abends mit zur Arbeit nehme. Und siehe da, es hat super geklappt.

Ich habe auf nichts verzichtet, Eis und Süßigkeiten sind dennoch in meinen Magen gelandet  😀 Aber ! Ich habe es halt alles mit einberechnet und da liegt  eben der Punkt. Man kann alles essen.

Die Menge macht das Gift ☝🏼

Im Laufe der Woche habe ich natürlich mal den Gang auf die Waage gewagt um zu gucken ob ich den richtigen Weg einschlage. 😊 Scheint funktioniert zu haben. So habe ich meinen Plan  für den Rest der Woche beibehalten und die Waage zeigte am Montag -2,01 KG an ! Yeah !

Mein Defizit sah wie folgt aus:

Aufgenommene Kalorien  Verbrannte Kalorien
Montag 0 0
Dienstag 1920 4147
Mittwoch 1999 3808
Donnerstag 2012 3885
Freitag 1900 4169
Samstag 2353 3739
Sonntag 2244 3852
= 12428 = 21672
= – 9247

 

Macht ein sattes Wochendefizit von 9247 kCal. ! 💪🏻

Zugegeben, ein weiterer Anstoß für die Abnahme war auch die Gründung einer WhatsApp Gruppe mit zwei Kolleginnen und meiner Mama, wer am Ende einer Woche prozentual weniger abgenommen hat. Muss 2 Euro in die Kasse werfen  😜  und wenn wir nach einem Jahr genug zusammen haben, gehen wir alles essen. ( Fressen und alles verlorene wieder rauf  😅 ) Nee Spaß.

 

Drückt mir die Daumen.

 

Nächste Woche folgt der Nächste Rückblick !

Fotos lügen nicht

Immer wenn ich vorm Spiegel stehe, ist das, was ich sehe, gar nicht so schlimm. Und mal ganz ehrlich, ich seh‘ doch dass das alles ganz normal ausschaut, mein Spiegel zeigt mich doch so, wie ich bin.

Dachte ich immer

Zugegeben, es gibt durchaus auch Phasen, in denen sich ein dicker Mensch schön findet, aber immer nur dann, wenn man sich vorm Spiegel zu Hause sieht. Und dann fängt es an, dass man ein komplett falsches Bild seiner eigenen Person bekommt.

Falten und Speckröllchen sieht man schon lange nicht mehr im Spiegelbild. Man sieht doch ganz normal aus-denkt man sich, bis zu dem Punkt, an dem man z.B. einkaufen/shoppen ist und auch mal an andere Spiegel dran vorbei läuft. Dann erkennt man plötzlich auch mal hier und da ein paar Röllchen-ja. Aber das Bild hat man, wenn man später vorm eigenen Spiegel steht, natürlich wieder vergessen.

Wir waren vor 2 Wochen im Urlaub, klar-auch da waren im Fahrstuhl Spiegel, und die bestärkten mein Denken, dass ich doch gar nicht so dick sei. Denn auch dort sah ich wie zu Hause, schön „schlank“ aus.

Mein Freund machte Bilder von mir-unbemerkt. Bis zum dem Tag, als ich die Bilder gesehen habe, ich dachte ich falle um. Wie kann man bitte so viel Fett übersehen, wie kann man nur mit so viel Gewicht denken, man sei normal gebaut. Ich versteh es nicht.

Eigentlich sollte einem, auch wenn der Spiegel zu lügen scheint, wissen und vorallem merken, dass man dick ist. Ich denke dabei nicht  nur an die täglichen Probleme die man so als adipöser Mensch hat, sondern mit merken meinte ich gerade auch, die Blicke der Anderen. Sie ziehen einen schon förmlich aus, so als wollten die Leute einen sagen, „guck dich an“ !

Aber aus mir erklärlichen Gründen vergisst man sowas schnell zu Hause, scheinbar weil man sich dort wohl fühlt und nicht verstecken muss, weil man da leben darf, so wie die normal gebauten Menschen auch.

Ich wünschte mir, ich könnte mal einen Tag als dünner Mensch durch die Welt spazieren, nur um zu fühlen und zu wissen, wie das so ist, unbefangen leben zu dürfen.

Aber wer weiß, eines Tages werde ich diese Erfahrung auch machen und das Leben ohne die Blicke der Anderen genießen.
In diesem Sinne 🙋🏼

(Foto von car eone.de)

Proteincreme

Hallo, heute mal wieder ein Rezept 🙌🏻

Ganz Easy  mit nur 4 Grundzutaten & Obst nach Wahl.

Zutatenliste für eine Portion  ~ 263 kCal p.P.

100g Magerquark 20% Fett
50g Naturjoghurt mild 0,1% Fett
10g Xucker oder anderweitiges Erythrit
30g Hafertaler
Obst nach Wahl, bitte abwiegen und Kilokalorien zuzählen.


Zubereitung

🍴Hafertaler zerbröseln und in ein Glas oder eine Schüssel geben

🍴Quark, Joghurt, Erythrit verrühren bis es eine glatte Masse ergibt

🍴Quarkmasse auf die Kekse geben und mit Obst nach Wahl dekorieren
Guten Hunger

Die bittere Wahrheit

Irgendwann, da kommt der Punkt, an dem man zu sich ehrlich sein muss.

Ich habe letztes Jahr 40 Kilogramm abgenommen, alles lief super, bis zum November. Wissend dass man in Berlin schlecht eine Wohnung  bekommt, habe ich meine 1 Raum gekündigt um mit meinem Freund endlich zusammen zu ziehen. Den ersten Monat ohne Zusagen habe ich ja noch gut verkraftet, aber als wir 2 Wochen vor errechnetem Wohnungsabgabetermin immer noch keine Wohnung hatten, hab ich einfach aufgeben und ohne Sinn und verstand wieder gegessen. Mir war es schlicht und einfach egal Was und wieviel ich esse, für mich stand nur die Wohnungsfindung im Vordergrund, und so passierte es eben dass ich innerhalb von 3 Monaten um die 15 Kilo wieder zugenommen habe.

Aber es schmeckt ja so gut

Viele kennen das sicherlich, wenn’s schmeckt, isst man eben noch eine Portion. Aber bei einem Übergewichtigen Menschen gibt es irgendwann kein Sättigungsgefühl mehr,  da ist das Auge eben größer als der Magen, und wenn dieser sagt, „ich bin satt“ na‘ dann wird eben trotzdem weiter gegessen, wär‘ doch zu Schade um die Lebensmittel. Und so geht das Tag ein und Tag aus, man hat immer den innerlichen Drang sich etwas in den Mund zu stecken. Und ja das ist eine Sucht. Andere sind nach Alkohol süchtig und manche nach Essen und nein, sowas sucht man sich nicht selbst aus, sowas macht man nicht freiwillig und so kam es, dass mal eben die nächsten 15 Kilo wieder auf die Hüften kamen. Durch ständiges Essen, mal hier und mal da ein Riegel, ach die Scheibe Wurst geht auch noch und das Stück Käse muss doch nicht weggeworfen werden.

30 Kilo Zunahme innerhalb von 8 Monaten hab ich dann mal eben erfolgreich geschafft…

Sätze wie “ dann iss eben weniger“ hängen einem zu den Ohren raus, da frage ich mich  manchmal,  meinen die Leute wirklich, wenn es so einfach wäre, würde man das nicht längst machen ? Meinen die Menschen wirklich man sucht sich sowas freiwillig aus ? Meinen die wirklich ich stehe vor dem Spiegel und denke mir “ wow, ich bin so schön fett, dass muss ich unbedingt so belassen“ ?

Das Schlimmste an all dem ist  nicht, dass ich wieder von Vorne anfangen muss, sondern dass ich mich wieder den Blicken der Gesellschaft aussetze und man sich regelrecht verstecken muss, weil „dick sein“ heute nicht als normal gilt. Weil man angeguckt wird wenn man einkaufen geht, als dürfte man nichts essen ! Manchmal guckt man schon an welcher Kasse man sich anstellt und checkt vorher ab, welche Leute da stehen und was die über mein Inhalt im Einkaufswagen denken könnten. Manchmal verbietet man sich nach einem heißen Nachmittag ein Eis, weil Dicke sowas nicht essen dürfen ! Und am Schlimmsten daran ist, das die pöbelnden Leute meist nicht die Jugendlichen sind, sondern die älteren Menschen ab ü45 …  Diese Blicke, man hält es nicht aus, frustriert darüber frisst man eben wieder, ich will nicht sagen dass andere Schuld daran sind, dass man dick ist, aber ich will damit sagen, dass andere Mitmenschen es mit ihren Kommentaren nicht  besser machen.

Die Menschen müssen doch mal verstehen dass man krank ist, dass man sich den Scheiss nicht aussucht, das wäre das selbe zu einem Tourettkranken zu sagen, er solle doch einfach still sitzen bleiben, es wäre doch für die anderen auch einfach,  nicht zu zappeln. Und das gleiche gilt für Adipöse Menschen, da bringt es auch nichts zu sagen “ oh Gott du bist so fett, friss doch weniger“.

Ein Adipöser Mensch muss allein aus seinen Fehlern lernen und merken dass das, was er macht, sich und seinem Körper nicht gut tut. Da hilft kein Medikament um die Esssucht oder das ständige Verlangen nach Essen zu stoppen.

Wisst ihr, dicke Menschen möchten auch gern mal im Sommer ins Schwimmbad oder an den See, aber man schämt sich so sehr, dass man lieber zu Hause sitzt und schwitzt. Ich kann super überspielen dass ich sowas nicht mag oder keine Lust habe auf Abkühlung. Aber ja verdammt, ich will bei 30 Grad und mehr auch ins Schwimmbad oder an den See, aber ich  schäme mich und trau mich nicht. Und das geht nicht nur mir, sondern sehr vielen übergewichtigen Menschen so. Man hat Angst vor den Kommentaren der dünnen Menschen, man hat Angst von Ihnen und ihren ekligen Blicken, die wiederum manchmal ekliger sind, als mein Fett am Körper.

Mir tut es auch Leid, dass eben im Sommer nicht mit meiner Familie oder meinen Freunden in die Eisdiele gehen kann/will. Aber ebenso macht es mich sauer, mich so einschränken zu müssen, ja ich schreibe müssen, weil ich eingeschüchtert bin von den Kommentaren die ich jahrelang zu hören bekommen habe, die Leute denken ja auch ,man ist doof und merkt die Blicke oder Sprüche nicht. Aber lasst euch eins gesagt sein, ich bin zwar dick aber taub und blind noch lange nicht.

 

Ich habe heute einen Neustart gewagt, und hoffe, dass ich kontrolliert wieder abnehme ohne irgendwann wieder so stark zuzunehmen.

Das ist mein größter Wunsch.

Kathleen

 

Reset !

Es gibt nichts neues, es läuft einfach nicht, ich habe das Gefühl, dass man sich endlos im Kreis dreht, fast so, als würde man gezwungen werden, Essen in sich hineinzustopfen, manchmal kommt so ein Gedankenblitz wenn man Abends im Bett liegt, der einem klar macht, was man sich und seinem Körper eigentlich antut, wenn man sich dauerhaft irgendwelchen Schrott reinzieht. Und im gleichen Moment erwischt man sich wieder dabei, wie man in die Chipstüte greift, manchmal da will man etwas so sehr, aber man verzweifelt regelrecht an seinen eigenen Grenzen.

Man nimmt sich Tag für Tag vor, es am nächsten Tag besser zu  machen und schon beim aufstehen merkt man dann, dass man sein Vorhaben wieder über Board wirft und es auf *morgen* verschiebt. Weil es ja heute wieder 10 Gründe gibt, die einem am anfangen hindern.

Manchmal frage ich mich wie das alles weiter gehen soll. 1000 mal denkt man daran wies wär dünn zu sein, 1000 x scheitert man am „Anfang“.

Am allermeisten stört mich daran, was ich nicht nur mir, sondern auch meinem Freund damit antu‘, zugegeben ,er schimpft nicht oder macht mir Vorwürfe, er nimmt alles hin und drängt  mich nicht zu irgendetwas. Ja das ist ein Segen, wenn man so einen Partner hat, aber hat er es nicht auch verdient, dass man etwas für ihn macht ? Dass man an sich arbeitet und mal vom Essen los kommt.

Das klingt zwar so, als würde ich nur für  meinen Partner abnehmen wollen, dem ist aber nicht so, klar ist das ein großer Punkt der da auch zu zählt, wenn nicht sogar eines der 3 Wichtigsten für mich.

Ich muss es schaffen, endlich wieder den Anfang zu finden, für mich, für meinen Freund, für meine Gesundheit.

Ich greife nochmals an, ein kompletter Neustart. Nicht morgen, nicht übermorgen, jetzt-sofort !

Was hab ich schon zu verlieren.

Wer will, der kann.

 

Hackfleisch-Käse-Lauch Suppe

Um die Kalte Jahreszeit rum, kommt bei mir immer das Verlangen nach Suppen und Eintöpfe auf, am liebsten natürlich  bei mir Hackfleisch-Käse-Lauch Suppe.

Hier eure Zutatenliste für 4 Portionen ~ 91 kCal pro 100g

500g  Hackfleisch (vorzugsweise fettarm)

200g Schmelzkäse (höchstens 11% fett)

200g Schmelzkäse Kräuter (höchstens 11% fett)

2 Stangen Lauch/Porree

1500ml Wasser

Pfeffer & Salz

Zubereitung

🍴 Hackfleisch anbraten

🍴 Porree/Lauch schneiden und waschen

🍴 Lauch zum Hackfleisch geben und mit Wasser auffüllen

🍴 Schmelzkäse dazugeben und nach belieben würzen

 

Guten Appetit

*Tipp 💡 Dazu schmeckt Toast oder Baguette

Neustart

ich bin erleichtert, wirklich. Heute war es das erste mal so, dass ich emotional richtig losgelassen habe und das nicht vor meinem Freund (das mach ich auch, aber heute hatte er eigentlich nichts damit zu tun) sondern vor meinem Trainer. Wir hatten die ganze Woche schon geplant zum Sport zu gehen und heute war Tag X nach fast 3 Monaten, im Auto sagte ich meinem Freund schon dass ich mich sehr schäme, nicht weil ich dick bin (das aber auch :D) sondern ich schäme mich nach 3 Monaten wieder ins Gym zu spazieren und nicht mich viel weniger auf der Waage sondern mit wesentlich mehr.  Leute, das sind nicht wie immer gedacht 17 Kilo mehr, sondern einfach mal 21,7 KG.  Das ist also der Stand, ich ging mit rund 21 Kilogramm mehr ins Gym als ich im November rausgegangen bin.

Im Studio angekommen habe ich nach meinen Trainer Ausschau gehalten, nach einer Weile sah ich ihn auch und er sah mir sofort an, dass etwas nicht stimmte. Ich brachte vielleicht nur 5 Worte raus und fing sofort an zu weinen, weil ich so enttäuscht von mir selbst war, dass ich es wieder zugelassen habe ohne Sinn und Verstand zu essen.  Ohne das als Entschuldigung zu nehmen, erklärte ich ihm, weshalb ich so viel und unkontrolliert gegessen habe. Und das liebe ich an Ihn, er gab mir den Halt in dem Moment und machte mir Mut wieder richtig durchzustarten. Ich war super erleichtert.

Er erklärte mir auch, dass es normal sei, in Stresssituationen zuzunehmen, denn er Körper schreit dann förmlich nach Zucker und speichert alles ab, was er an Kohlenhydraten bekommt.

Das erste Training lief auch gut, ich bin beim Krafttraining mit den Gewichten an jedem Gerät auf raten meines Trainers um die 2 Kilo runtergegangen, brauchte ich auch, ich fühlte mich definitiv nicht so „stark“ wie vor 3 Monaten.

Am Dienstag habe ich einen Termin bei Ihm: Ernährungsberatung. Desweiteren steht für das Wochenende eine Entschlackungskur an. Ich solle meinen Körper mal auf Reset stellen und werde somit am Samstag und Sonntag aussschließlich nur Gemüsesuppe essen.

Das nächste Training ist am Samstag und ich habe mir vorgenommen, bis zum Urlaub ( 25. Mai) mindestens 15 Kilo abzunehmen.

🙋🏼 Kathleen

Guacamole – Zeit

Zugegeben, das hier ist nicht ganz so kalorienarm, aufgrund des hohen Fettgehalts der Avocado. Aber, das Fett der Avocado ist kein ungesundes Fett. Und mal ganz ehrlich, Guacamole ist so lecker, da nehme ich auch gerne ein paar Kalorien mehr in kauf.

Hier eure Zutatenliste für 4 Portionen ~ 148 kCal p.P 
1 reife Avocado der Sorte Hass

1 Tomate

1/2 Zwiebel

Pfeffer & Salz

1/2 Zitrone

 

Zubereitung

🍴 Tomate vierteln und das wässrige Fruchtfleisch entfernen

🍴 Zwiebeln und Tomate würfeln

🍴 Fruchtfleisch der Avocado in eine Schüssel geben

🍴 Zwiebel und -Tomatenstücke zur Avocado geben und mit dem Saft einer 1/2 Zitrone + Pfeffer & Salz vermengen ( am besten mit einer Gabel zerquetschen)

 

Guten Appetit ♡

*Tipp 💡 Dazu schmeckt Toast oder Knäckebrot. Guacomole einfach als Aufstrich verwenden

Alles auf Anfang

Wahrscheinlich ist die meistgestellte Frage, die ein Mensch bekommt, der eine Abnahme hinter sich hat:

Gab es bei dir diesen Klick – Moment?

Und dann kann ich selbst für mich nur sagen, nein – den gab es in diesem Sinne nicht. Was es aber gab, sind erhebliche Einschränkungen im Leben, die einen dann teilweise auch psychisch belasten.

Ich war noch nie dünn, und das machte mir bis zur Grundschule auch nie etwas aus, denn ich hatte eine Familie die mich liebte und eine Mutter, die mir nie das Gefühl gab, schlechter zu sein als die anderen, nur weil ich dick bin. Ich glaube der erste Punkt, an dem es mit dem unkontrollierten essen begann, war, als mein Vater uns verließ, ich möchte das nicht als Anhaltspunkt oder Entschuldigung nehmen, aber ich kann mir doch sehr gut vorstellen, dass auch das ein Faktor war, der mich dazu trieb, aus Frust zu essen, um nicht fressen zu sagen.

 

Das unbeschwerte Leben endete zu Beginn der Schulzeit, als man indirekt merkte, dass man eben nicht beim Sport in ein Team gewählt wurde, weil man dick ist, oder dass man auf dem Pausenhof abseits von allen anderen steht aber man deren Blicke sieht. Ich war froh wenn die Schule aus war, denn dann konnte ich wieder Ich selbst sein  und so zog es sich all die Jahre durch die Schulzeit, man wurde „gemobbt“ und nicht akzeptiert.  Aber irgendwie habe ich es doch geschafft und  die Schulzeit mit Ach und Krach  hinter mich gebracht. 😉

Wir zogen dann von Magdeburg nach Berlin und hier begann ich eine Ausbildung zur Sozialassistentin. Ich lernte Freunde kennen und somit wuchs auch das Interesse an Unternehmungen, aber wie das nunmal so ist, kommt ein Punkt, an dem man sich für sich selbst schämt, für sein Aussehen und für sein Gewicht. Ich habe strategisch allen Einladungen  zu Feiern oder ähnlichem  abgesagt, denn ich hatte Angst von anderen begutachtet zu werden, und wenn das nicht war, dann die Angst davor, nichts schönes zum anziehen zu finden. Kleider habe ich nie getragen, denn mit meinem Gewicht sah das einfach unmöglich aus. Hohe Schuhe konnte ich nicht anziehen,  denn dort konnte ich die Balance Aufgrund meines Übergewichts nicht halten, zudem schmerzten dann auch, wenn ich es mal versuchte, meine Füße.

Und so merkte ich nach und nach dass das doch kein Leben sein kann, ein Leben in dem man sich vor der Gesellschaft versteckt nur um nicht ausgelacht zu werden. Neben den psychischen „Problemen“ gab es durchaus auch körperliche Einschränkungen, angefangen beim Schuhe anziehen im sitzen oder beim binden der Schuhe im stehen, der enorm große Bauch war immer im Weg. Auf Leitern traute ich mich nicht, aus Angst, dass diese mein Gewicht nicht halten könnten, Plastikstühle versuchte ich  aus selbigem Grund zu meiden. Essen in der Öffentlichkeit war für mich nicht drin, denn die Gesellschaft vermittelte einem durch Blicke immer wieder „warum frisst die Fette da ? Ein Apfel wäre doch viel gesünder“ da kann man auch den ganzen Tag noch nichts gegessen haben, die Ansichten würden sich trotzdem nicht ändern. Und wegen all dem  Frust und der Tatsache, dass ich mich nicht mit Freunden getroffen hab, wuchs auch die Langweile und somit der Drang nach essen.

 

Das Gewicht stieg in all den Jahren ins Unermessliche, gemeinsam mit meinem Frust, den ich auch 2014 in meinem Nachtdienst mitnahm. Ich weiß noch, dass wir nach getaner Arbeit uns hinsetzten und gemeinsam aßen, meine Kollegen und ich. Meinen ungesunden Kram verschlang ich in Rekordzeit währenddessen eine Kollegin kohlenhydratarme Lebensmittel zu sich nahm. Ich fragte sie natürlich aus und  wurde somit aufs Programm, von Detlef D! Sonst aufmerksam gemacht. Zugegeben, ich habe mich davor nie mit Kohlenhydrate oder ähnlichem auseinandergesetzt, für mich zählte der Geschmack, wie der zustande kam, war mir egal. Meine Kollegin erklärte mir die Vorgehensweise vom Programm und ich meldete mich an. 2014 habe ich dann 80 Euro, 10 Kilogramm und 10 Wochen Zeit verloren. Die 10 Kilogramm, hatte ich allerdings 1 Jahr später (2015) wieder drauf nur mein Geld  nicht 😅. Denn nach Programmende fiel ich in alte Muster zurück. Der Verzicht auf Kohlehydrate war für mich hart und somit landeten wieder regelmäßig um nicht zu sagen überwiegend Zucker, Kartoffeln und Co. auf meinem Teller.

Warum konnte ich den Anfang nicht als Neustart nehmen?

So stand ich also im Sommer 2015 mit meinem Anfangsgewicht wieder auf der Waage und ärgerte mich über meine eigene Dummheit so sehr, wie konnte ich es wieder so weit kommen lassen und warum habe ich die 10 Kilogramm nicht gleich als Start in ein neues Leben  genommen? Ich weiß es nicht..

Seit dem Tag, als die Waage mein altes Gewicht von 2014 anzeigte, habe ich mich dazu entschlossen, meine Abnehmreise erneut zu beginnen. Positiv beeinflusst wurde ich ab da an durch meinen Freund, der leidenschaftlich gerne Läufer war und ist, denn für mich gab’s nichts schlimmeres als einen sportlichen Freund zu haben und selbst dabei faul auf der Couch zu sitzen. So kauften wir mir Laufschuhe und Klamotten und ich versuchte mein Glück – zugegeben, um es kurz auf den Punkt zu bringen, es war nicht mein Sport, dadurch dass ich das fast 2 1/2 eines normalgewichtigen Menschen mit mir rumschleppen musste, war meine verfügbare Luft zum atmen nur begrenzt, aber ich wollte es meinem Freund beweisen, ich wollte den Avon Frauenlauf in Berlin laufen. Was ich dann im Mai 2016 auch tat und schaffte. 💪

 

Dem Laufsport bin ich seit diesem Lauf nicht mehr nachgegangen, dafür gehe ich seit Juni 2016 alle 2 Tage ins Sportstudio und fokussiere mich auf den Kraft und -Ausdauersport. Bis jetzt habe ich in einem Jahr 40 Kilogramm    verloren und bin noch lange nicht am Ende.

 

Kathleen ♡

Curry Pfanne

Heute mal ein schnelles Curry Rezept.

Ohne groß zu reden…Das erwartet euch 👇

Hier deine  Zutatenliste für 2 Personen ~ 438 kCal p.P

300 g Hühnerbrust

400 g Kaisergemüse (aufgetaut)

150 ml Rama Cremefine 7% Fett

200 ml Hühnerbrühe

120 g Parboiled Reis

Etwas Curry, Paprikapulver, Pfeffer und Salz

 

Zubereitung

🍴Reis nach Anleitung kochen

🍴 Hühnerfleisch schneiden und scharf anbraten. Mit Pfeffer, Salz und Paprika würzen

🍴Fleisch aus der Pfanne nehmen und in selbiger das Kaisergemüse anbraten

🍴 Fleisch zum Gemüse geben und mit Hühnerbrühe auffüllen

🍴 Sahne unterheben und etwas köcheln lassen, mit Curry* abschmecken

🍴 Das Curry einkochen lassen und danach mit Reis servieren

 

* Tipp 💡 ich nehme gerne Curry Madras von Just Spices (Werbung)

Guten Appetit ♡